Baguazhang - Chinesische Kampfkunst


 Gesundheitliche Wirkung                                                         

Die gesundheitlichen Wirkungen von Baguazhang sind hierzulande noch wenig bekannt. Das Kreislaufen hat erstaunlich gute Wirkung auf das zentrale Nervensystem (Gleichgewicht, Koordination, Reaktionsvermögen etc.).

Die Bagua-Positionen stärken Hüfte und Beine, den Rücken, mit aufrechter Wirbelsäule durchziehen die Arme und Hände spiralförmige Kreise und Drehungen, die die Meridiane öffnen und das „Qi“ die innere Lebensenergie zum Fließen bringen.

 Kampfanwendung                                                                  

In der Kampfanwendung kommen die Kreisbewegungen sowohl als ableitende, als auch als angreifende Techniken zum Einsatz. Angriffe sind nie direkt, sondern sie umgehen den Gegner und versuchen oft ihn von hinten zu attackieren. Durch schnelles Gehen steht der Bagua-Kämpfer immer an     Stellen, wo ihn der Gegner nicht erwartet - auch gibt es für einen Bagua-Übenden keinen toten Winkel. Der Kämpfer ist nicht auf bestimmte Techniken fixiert, sondern paßt sich der Umgebung an. Wandelt sich die Situation, so wandelt sich die Technik. Eine Besonderheit von Bagua Zhang ist, dass der Kampf gegen mehrere Gegner besonders intensiv trainiert wird.

Links zu Youtube:

Ein paar schöne Sequenzen zur Anwendung.

Was ist Baguazhang

Baguazhang wurde im zweiten Jahr des Kaisers Jia Qing (1797) zum ersten mal schriftlich erwähnt. Dong Hai-Chuan (1797-1882) war Leibwächter des Kaisers und machte diese Kampfkunst populär. Baguazhang bedeutet: die Kampfkunst nach den acht Trigrammen (Bagua), die die offene Hand (Zhang) benutzt. Das System ist sehr eng mit der Philosophie des Daoismus verbunden.


Die Kreisförmigen Bewegungen sind Ausdruck des endlosen und ununterbrochenen Wandels der Natur. Wandelt sich die Umgebung, so wandelt sich die Technik des Übenden und passt sich den Gegebenheiten an.

Hier ein paar Youtube-Impressionen:

Die Löwenform vorgeführt von Sha Guozhen.

Ein typisches Merkmal, das jedem Betrachter sofort auffällt, ist das Laufen in Kreisen. Die Beine des Übenden sind ständig in Bewegung. Die einzelnen Techniken entspringen der Kreisbewegung des Übenden und werden wiederum selbst zu Kreisen. Ähnlich der Erde, die um die Sonne kreist und sich dabei auch um sich selbst dreht, so drehen sich bei Bagua Zhang nicht nur der Körper um das Zentrum, sondern auch die anderen Teile des Körpers, vornehmlich die Arme und Hände, um ihre eigenen Achsen. Die Bewegungen sind fließend. Grenzen zwischen den einzelnen Formen sind nicht erkennbar.